Probenahme und Laboruntersuchungen

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Startet den Datei-DownloadBauschädigende Salze

Salze in Mauerwerk und in Beton

Salze in Mauerwerk oder/ und in Betonen können zu großen Schäden führen, oder aber nur optische Verunreinigungen darstellen. Leider kann man die Auswirkung der potentiellen Schäden durch optische Inspektion nicht feststellen. Es sollten daher bei Salzbelastungen genauere Untersuchungen erfolgen.

Unsere Untersuchungen erfassen dabei

  • die Eindringwege der Salze (woher kommen sie),
  • die Salzarten (welches Salz ist vorhanden),
  • die Menge der Salze im Bauteil (wozu i.d.R. zerstörende Untersuchungen erforderlich sind),
  • die Nutzung des Objektes,
  • die belasteten Baustoffe (z.B. Salze in Betonen: dies kann zu Korrosion am Stahl führen, was ein großer Schaden sein oder werden kann),
  • und andere objektspezifische Daten.

Aus den Untersuchungen wird dann die Schadensursache eingegrenzt und ein Sanierungsplan erstellt.

Gravimetrische Feuchtebestimmung

Die von uns eingesetzte thermogravimetrische Methode ermittelt den Gewichtsverlust einer Probe durch einen gezielten und gesteuerten Trocknungsvorgang. Die Materialprobe wird vor und nach der Trocknung mit einer hochgenauen Waage gewogen. Die Differenz des Anfangsgewichtes zum Endgewicht der Materialprobe wird ermittelt, wenn sich kein Gewichtsverlust mehr einstellt. Die Ãœberwachung der Trocknung erfolgt bei uns computergesteuert.

Bei der Messung handelt sich um eine exakte und absolute Bestimmung der Feuchte in Materialien mit folgender Einschränkung:

Mit der thermogravimetrischen Messmethode werden alle Bestandteile der Materialprobe in die Messung einbezogen, die ihren Aggregatzustand ändern können (z.B. beim Verdampfen während der Beheizung) und am Verlust der Masse des Materials beteiligt sind.

Die Messung vom Feuchtegehalt in Materialien ist daher nicht gleichzusetzen mit der Annahme, es würde sich um reinen Wassergehalt im Material handeln. Bei dieser Messung werden alle anderen flüchtigen Substanzen miteinbezogen wie z.B.: Alkohole, Aromastoffe, Verdünner auf organischer Basis und weitere Stoffe. In der Thermogravimetrie unterscheidet man daher nicht zwischen Wasser und anderen flüchtigen Substanzen.

Bestimmung der Karbonatisierungstiefe

Beton sollte einen ph-Wert von (möglichst deutlich) > 9 aufweisen. Dieser hohe pH-Wert bildet eine korrosionsschützende passive Schicht um den Bewehrungsstahl.

Diffundiert Kohlendioxid (CO2) in den Beton ein, sinkt mit der Zeit der ph-Wert des Betons unter 9.

Damit sind die Voraussetzungen für die erforderliche korrosionshemmende Schutzschicht auf dem Bewehrungsstahl nicht mehr gegeben.

Die Grenze zwischen ph < 9 und ph > 9 nennt man die Karbonatisierungstiefe.

Wir ermitteln diese Karbonatisierungstiefe an frischen Betonbruchflächen bzw. Kernbohrungen durch eine spezielle Phenolphthalein-/Alkohol-Lösung, die bei Bereichen pH > 9 einen deutlich sichtbarer Farbumschlag nach rötlich-lila anzeigt.

Nach 24 h wird die Tiefe dieser Grenze gemessen und als Karbonatisierungstiefe angegeben.